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TMS Herbst 2026 noch sinnvoll?
Deine Strategie vor dem TMSnat 2027

von Dr. Marianne Kunisch am 29.04.2026

Ja — für viele Bewerberinnen und Bewerber ist der TMS im November 2026 nach aktuellem Stand weiterhin sinnvoll. Der wichtigste Grund ist die erwartete Übergangsphase zum neuen TMSnat ab 2027. Nach bisherigem Informationsstand können in dieser Phase sowohl Ergebnisse aus dem bisherigen TMS als auch Ergebnisse aus dem neuen TMSnat berücksichtigt werden. Wer den TMS 2026 noch mitschreibt, kann sich deshalb zusätzliche Optionen für die Bewerbung sichern. Wie stark dieser Vorteil am Ende ausfällt, hängt aber davon ab, wie die einzelnen Hochschulen ihre Auswahlsatzungen gestalten.

Eine Studentin sitzt an einem Tisch und denkt nach: Lohnt sich der TMS 2026 noch? Oder TMSnat 2027?

Inhaltsverzeichnis

TMS und TMSnat – das Wichtigste in Kürze

Was ist zum neuen TMSnat ab 2027 offiziell bekannt?

Was ist über die Übergangsphase bereits bekannt?

Warum ist der TMS im November 2026 für viele noch sinnvoll?

Für wen lohnt sich der TMS 2026 besonders?

Wann kann es sinnvoll sein, auf den TMS 2026 zu verzichten?

Wird der TMSnat schwieriger als der bisherige TMS?

Welche Strategie ist jetzt für dich am sinnvollsten?

Fazit: Lohnt sich der TMS im November 2026 noch?

Häufige Fragen zum TMS 2026 und zum TMSnat 2027

Das Wichtigste in Kürze

  • Der TMS im November 2026 kann für viele weiterhin sinnvoll sein.
  • Besonders relevant ist das für alle, die 2027 Abitur machen oder noch kein starkes TMS-Ergebnis haben.
  • Zur Chancenmaximierung wird aktuell empfohlen, möglichst sowohl ein TMS- als auch später ein TMSnat-Ergebnis nachweisen zu können.
  • Die genaue Gewichtung der Ergebnisse wird nicht zentral festgelegt, sondern von den Hochschulen selbst geregelt.
  • Der TMSnat wird in der Vorbereitung breiter und anspruchsvoller werden als der bisherige TMS.

Was ist zum neuen TMSnat ab 2027 offiziell bekannt?

Nach aktuellem Stand sollen der bisherige TMS und der HAM-Nat ab 2027 durch einen neuen Test ersetzt werden: den TMSnat. Bisher kommuniziert wurden unter anderem diese Eckpunkte:

  • geplanter Start: Frühjahr 2027
  • Durchführung: zweimal pro Jahr
  • Testdauer: etwa 5 Stunden
  • Testgebühr: 100 Euro
  • Wiederholung: beliebig oft möglich
  • Einsatz vorgesehen für staatliche Studiengänge in Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin

Außerdem ist bekannt, dass der TMSnat Elemente aus dem bisherigen TMS und dem HAM-Nat zusammenführen soll (siehe dazu unsere Übersicht).

Wichtig: Diese Punkte beschreiben den aktuellen offiziellen Rahmen. Sie beantworten aber noch nicht vollständig, wie Hochschulen alte und neue Testergebnisse später konkret gegeneinander gewichten werden. Genau deshalb ist die Übergangsphase für deine Strategie so entscheidend.

Was ist über die Übergangsphase bereits bekannt?

Für viele ist das die eigentliche Kernfrage. Nach bisherigem Informationsstand (siehe tms-info.org) wird es voraussichtlich eine Übergangsphase geben, in der sowohl bisherige TMS-Ergebnisse als auch Ergebnisse aus dem neuen TMSnat berücksichtigt werden können. Gleichzeitig ist bekannt, dass die Hochschulen selbst festlegen, wie lange und mit welchem Gewicht sie alte und neue Ergebnisse in ihren Auswahlverfahren berücksichtigen.

Das bedeutet:

  • Ein alter TMS wird nicht automatisch wertlos, nur weil 2027 der TMSnat startet.
  • Ein zusätzliches TMS-Ergebnis kann dir mehr strategische Spielräume eröffnen.
  • Der konkrete Nutzen hängt von deiner Zielhochschule und deren Satzung ab.
  • Eine Bewerbung bleibt grundsätzlich auch ohne Testergebnis möglich, ein gutes Testergebnis kann die Chancen aber deutlich verbessern.

Warum ist der TMS im November 2026 für viele trotzdem noch sinnvoll?

Der TMS 2026 kann dir noch ein Ergebnis im bisherigen System sichern, bevor der TMSnat startet. Das ist gerade deshalb interessant, weil in der Übergangsphase voraussichtlich beide Systeme parallel eine Rolle spielen können. Wenn du später zusätzlich den TMSnat schreibst, gehst du nicht nur mit einer Möglichkeit in die Bewerbung, sondern mit mehreren verwertbaren Optionen.

Anders gesagt: Der TMS 2026 ist für viele kein veralteter Umweg, sondern eine sinnvolle Absicherung.

Für wen lohnt sich der TMS 2026 besonders?

Wenn du noch nie am TMS teilgenommen hast

Wenn du dich voraussichtlich in oder kurz nach der Übergangsphase bewerben möchtest und die Teilnahmevoraussetzungen erfüllst, spricht nach aktuellem Stand alles dafür, den letzten regulären TMS im November 2026 wahrzunehmen. Gerade in einer Übergangsphase ist diese Flexibilität oft strategisch wertvoll. Beachte dann, dass die TMS Anmeldephase bereits am 03. Juli 2026 startet.

Das sind deine Vorteile:

  • Du sicherst dir die Chance auf ein Ergebnis im bisherigen System.
  • Du kannst später zusätzlich noch den TMSnat absolvieren.
  • Du bleibst flexibel für die Übergangsphase, wenn Hochschulen beide Ergebnisse parallel berücksichtigen, bzw. Kontingente vergeben.

Wenn du den TMS schon einmal geschrieben hast und noch wiederholen darfst

Dann kann sich eine Wiederholung 2026 besonders lohnen, wenn dein bisheriges Ergebnis nicht sicher ausreicht oder du erkennst, dass noch Luft nach oben ist. Ein verbessertes TMS-Ergebnis kann deine Ausgangslage in Auswahlverfahren spürbar verbessern.

Wenn du 2027 Abitur machst

Für Neuabiturientinnen und Neuabiturienten 2027 ist der letzte TMS-Termin 2026 besonders relevant. Wer 2027 Abitur macht, bewirbt sich typischerweise zum Wintersemester 2027/28 — also genau in der erwarteten Übergangsphase. Deshalb solltest du den TMS im November 2026 ernsthaft in deine Strategie einbeziehen, wenn du die Teilnahmevoraussetzungen erfüllst und dich realistisch vorbereiten kannst. Diese Empfehlung wird auch von der Koordinierungsstelle ausgesprochen.

Herbst-TMS 2026: Wichtige Termine

⇒ Testtage 7. und 8. November 2026
⇒ Anmeldephase 1 (Erstteilnehmer:innen) 03. Juli – 31. Juli 2026
⇒ Anmeldephase 2 (bevorzugte Widerholer:innen): 03. August – 10. August 2026
⇒ Anmeldephase 3 (sonstige Wiederholer:innen) 12. August – 19. August 2026
TMSnat ab Frühjahr 2027

Wann kann es sinnvoll sein, auf den TMS 2026 zu verzichten?

Nicht jede Person muss den letzten TMS-Termin 2026 noch unbedingt mitnehmen. Ein Verzicht kann nachvollziehbar sein, wenn:

  • du dich erst deutlich nach der Übergangsphase bewerben willst
  • du bereits ein sehr starkes TMS-Ergebnis hast
  • deine Wunschhochschulen früh vollständig auf den TMSnat umstellen
  • persönliche, organisatorische oder sonstige Gründe gegen eine sinnvolle Teilnahme sprechen

Der wichtige Punkt ist: Nicht jede Chance muss automatisch die richtige Entscheidung für dich sein. Der TMS im Herbst 2026 ist für viele sinnvoll — aber nicht pauschal für alle.

Wird der TMSnat wahrscheinlich schwieriger als der bisherige TMS?

Wahrscheinlich ja — zumindest dürfte die Vorbereitung für viele breiter und anspruchsvoller werden. Der Grund ist die geplante Verbindung von kognitiven Testanteilen aus dem TMS mit naturwissenschaftlichen Inhalten aus dem HAM-Nat. Dadurch könnte der neue Test für viele Teilnehmende ein erweitertes Anforderungsprofil haben (hier findest du einen detaillierten Vergleich zwischen TMS und TMSnat).

Das heißt nicht automatisch, dass der TMSnat für jede Person “schwerer” sein wird. Aber es ist eine realistische strategische Einschätzung, dass der bisherige TMS für manche besser planbar ist als ein neues Format, das sich erst noch im Bewerbungsalltag etablieren muss.

Welche Strategie ist jetzt für dich am sinnvollsten?

Wenn du dir gerade unsicher bist, kannst du dich an diesen einfachen Leitfragen orientieren:

  • Willst du dich 2027 oder kurz danach bewerben?
    Dann ist der TMS 2026 oft besonders relevant.
  • Hast du noch kein TMS-Ergebnis?
    Dann kann der TMS 2026 eine wichtige zusätzliche Chance sein.
  • Darfst du noch einmal wiederholen und dein Ergebnis ist ausbaufähig?
    Dann spricht viel für einen weiteren Versuch.
  • Bist du mit deinem bisherigen Ergebnis schon sehr gut aufgestellt?
    Dann musst du nicht automatisch noch einmal antreten.
  • Kannst du dich bis November 2026 ernsthaft vorbereiten?
    Dann ist der TMS im Herbst 2026 meist deutlich sinnvoller als eine spontane Last-Minute-Teilnahme. Beachte die Anmeldetermine mit Start am 03. Juli 2026.
TMS oder TMSnat? Entscheidungsbaum.

Fazit: Lohnt sich der TMS im November 2026 noch?

Ja — für viele Bewerberinnen und Bewerber ist der TMS im November 2026 weiterhin sinnvoll. Das gilt besonders für alle, die 2027 Abitur machen, bisher noch kein verwertbares TMS-Ergebnis haben oder sich für die Übergangsphase möglichst breit aufstellen möchten. Nach bisherigem Stand spricht viel dafür, dass alte TMS-Ergebnisse in einer Übergangszeit neben dem TMSnat weiter berücksichtigt werden können. Weil die konkrete Gewichtung aber von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich geregelt werden wird, ist der TMS 2026 kein automatischer Vorteil für jeden — sondern ein strategischer Hebel, den viele sinnvoll nutzen können.

Wenn du deine Ausgangslage strukturiert analysieren möchtest, können individuelle Studienberatungen helfen, verschiedene Szenarien realistisch einzuordnen.

Gerne helfen wir von med2university dir dabei. Auf Basis unserer mehr als 10-jährigen Erfahrung in der Studienberatung und unserem TMS- und HAM-Nat-Kursangebot verfügen wir über die entsprechende Kompetenz und Erfahrung.

Häufige Fragen zum TMS 2026 und zum TMSnat 2027

Muss ich den letzten TMS 2026 unbedingt noch schreiben?

Nein. Eine Pflicht gibt es nicht. Für viele Bewerberinnen und Bewerber kann der TMS im November 2026 aber strategisch sinnvoll sein, weil alte TMS-Ergebnisse in der Übergangsphase voraussichtlich zumindest teilweise weiter berücksichtigt werden können.

Kann ich sowohl ein TMS- als auch ein TMSnat-Ergebnis einreichen?

Nach aktuellem Informationsstand ist genau das für die Übergangsphase besonders interessant. Zur Chancenmaximierung wird derzeit empfohlen, möglichst beide Testergebnisse nachweisen zu können. Wie einzelne Hochschulen diese Ergebnisse konkret gewichten, legen sie aber selbst fest.

Wie lange gilt mein alter TMS noch?

Das ist aktuell noch nicht für alle Hochschulen einheitlich geregelt. Bekannt ist bisher, dass über die Anerkennung bisheriger TMS-Ergebnisse über das Sommersemester 2027 hinaus noch keine verbindlichen allgemeinen Informationen vorliegen.

Welche Hochschulen akzeptieren 2027 noch den alten TMS?

Eine vollständige und endgültige Gesamtliste gibt es derzeit noch nicht. Maßgeblich sind die jeweiligen Auswahlsatzungen der Hochschulen. Dort wird geregelt, ob und wie lange alte TMS-Ergebnisse berücksichtigt werden.

Kann ich mich auch ohne TMS oder TMSnat bewerben?

Ja. Eine Bewerbung ist grundsätzlich auch ohne Testergebnis möglich. Ein gutes Testergebnis kann deine Chancen auf einen Studienplatz aber deutlich verbessern, weil die Konkurrenz im Auswahlverfahren sehr hoch ist.

Was sollten Neuabiturientinnen und Neuabiturienten 2027 jetzt tun?

Wenn du 2027 Abitur machst, solltest du den TMS im November 2026 aktiv in deine Bewerbungsstrategie einbeziehen. Voraussetzung ist natürlich, dass du dich bis dahin realistisch und ernsthaft vorbereiten kannst.

Stand: April 2026

Quellen

  • heiTEST-Koordinationstelle (–> TMS-info.org; zentrale Anlaufstelle für die Anmeldung und grundlegende Informationen zum Testverfahren)
  • Auswahltestzentrale (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE); das UKE ist maßgeblich an der Entwicklung naturwissenschaftlicher Testteile (ehemals HAM-Nat) beteiligt und veröffentlicht Ankündigungen zu den neuen Auswahlverfahren)
  • Hochschulstart (Hier findest du Informationen darüber, wie das Ergebnis des TMSnat in der Quote für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) gewichtet wird).

Die Bilder im Artikel sind KI-generiert.

Über die Autorin: Dr. Marianne Kunisch

Humanbiologin und Gründerin von med2university, ist Expertin für Medizinstudienberatung und Zulassungsverfahren. Seit über 10 Jahren und mit überzeugenden Erfolgsquoten unterstützt sie Abiturient:innen auf ihrem Weg zum Medizinstudium – mit maßgeschneiderten Kursen, fundierter Beratung und einer individuellen Strategie für das Auswahlverfahren. Ihre Kurse zum TMS, HAM-Nat kombinieren wissenschaftlich fundierte Lernstrategien mit innovativen Lehrkonzepten und gewährleisten so eine optimale Vorbereitung.